Mucbook: “The Virgin Suicides”: Psychedelische Selbsterkenntnisse an den Kammerspielen

Es fällt schwer, beim Betreten der Kammer 1 nicht über die eigenen Füße zu stolpern – so sehr zieht das flimmernde, leuchtende, kunterbunte Bühnenbild die Blicke der staunenden (und zugegeben irritierten) Zuschauer auf sich. Auf den gemütlichen Sitzen angekommen, werden rundherum erst einmal die Smartphones gezückt – das Motiv eignet sich schließlich ganz hervorragend für Instagram. Ein Mosaik aus neon-beleuchteten, farbigen Flächen, Bildschirmen und mit Blumen bestückten Glaskästen nimmt fast die komplette Bühne ein.

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Photo: Judith Buss 2017

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Mucbook: Küsse und Bisse: Kleists „Penthesilea“ im Pepper Theater

Einmal rundherum, wie um eine Arena, sitzt das Publikum um die kleine Bühne des Pepper Theaters verteilt, keinen Meter vom Schauspiel entfernt. In dieser Arena ist bereits Schreckliches geschehen – und es wird noch Schrecklicheres geschehen. Mitten aus dem Publikum steht plötzlich eine junge Frau (Rebecca Thoß als „Meroe“) auf: „Wohlan“. Kommentarlos entkleidet sie sich, kniet sich vor den Wasser-Eimer in der Mitte der Bühne, und beginnt sich zu waschen – erst besonnen, ruhig, dann immer besessener. Sie versucht das abzuwaschen, was ihr angetan wurde: eine Vergewaltigung.

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Photo: Lisa Grinda

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Mucbook: “Hamlet”: Blutbad in den Kammerspielen

Die aktuelle Produktion von “Hamlet” in den Kammerspielen beginnt wie sie endet: mit Blutvergießen – wortwörtlich. Kaum hat das Publikum Platz genommen, geht ein Raunen durch den Saal. “Das Stück soll ja ziemlich blutig sein – hoffentlich bekommen wir nicht zu viel davon ab!” lässt mich die Dame neben mir zwinkernd wissen.

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Photo: Thomas Aurin

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Mucbook: “Mut zur Hässlichkeit!” – Ein Blick hinter die Kulissen von “Short Eyes”

„Naja…mir ist das einfach unangenehm.” Der junge Mann aus Nigeria schaut betreten. Er ist heute, an diesem verregneten Samstagnachmittag, zum Casting für das US-amerikanische Gefängnis-Drama “Short Eyes” erschienen. Eben noch hatte er sich an einer Szene versucht, die ihm anscheinend gehörig gegen den Strich ging. In einem sexuell expliziten Monolog soll seine Figur ihren „Mitinsassen“ eine Masturbations-Phantasie schildern. Der Monolog hat zwar eher humoritsische Untertöne, aber kostet dennoch Überwindung. “Ich finde das einfach… unnatürlich.”, fügt er verlegen hinzu.

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Photo: Karina Garosa

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Mucbook: „Holilend“: Über Segen und Fluch der Heimat

Es ist gemütlich im kleinen theater…und so fort in einem Hinterhof der Uni-Gegend. Originelle Poster und charmante Bilder dekorieren die Wände, in knautschigen Sesseln neben der kleinen Bar haben es sich die Zuschauer mit einem Bierchen bequem gemacht. Es ist gemütlich, heimelig. Es ist dieses Gefühl des „Heimeligen“, der „Heimat“ dessen Sonnen- und Schattenseiten in Holilend genauer unter die Lupe genommen werden sollen.

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Photo: Peter Cohn

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Mucbook: „Body Talk”: die Kammerspiele setzten sich für mehr Diversität im Stadttheater ein

Männlich. Weiß. Hetero. So sieht es aus, in den Münchner Stadttheatern. Die Kammerspiele scheinen davon nun genug zu haben, denn sie wollen sich stark machen für mehr Vielfalt auf und hinter der Bühne, und für die Sichtbarmachung von Minderheiten: Frauen, Queers, Dunkelhäutigen, all denjenigen, die sich den männlich-weiß-heterosexuellen Standards der Stadttheater-Szene nicht unterordnen, sondern ihre eigenen Geschichten erzählen wollen.

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Photo: Münchener Kammerspiele

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Mucbook: Wenn wir sterben – „Sacre du Printemps“ gibt Nachhilfe in hygienischer Totenversorgung

Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Also nicht mit unserer Seele – sondern mit unserem Körper, unserem Fleisch und Blut? Wie lange dauert es bis der Verwesungsprozess einsetzt, wir von Bakterien und Maden zerfressen werden, bis wir schließlich zu Erde werden – und nichts mehr von uns übrig bleibt? Zugegeben, darüber hatte ich mir zwar bisher noch keine Gedanken gemacht, aber glücklicherweise gibt das Regieprojekt “Le Sacre du Printemps” des zweiten Jahrgangs der Otto Falckenberg Schule (unter der Leitung von Kevin Barz) am Volkstheater Nachhilfe in hygienischer Totenversorgung.

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Photo: Benjamin Gerull

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